Alumni-Tagesausflüge

Ein Mal pro Jahr treffen sich Alumni zu einem gemeinsamen Tagesausflug in die Umgebung Berlins.

Sie befinden sich hier:

Schlösser-Tour

Vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen zur letzten Schlösser-Tour sowie für die zahlreichen Anfragen nach neuen Terminen. Im Herbst informieren wir Sie über neue Angebote.

Ein besonderer Dank an Frau Prof. Reisinger und Frau Mäder für die tolle Organisation!

Schlösser-Tour 2019

Die Schlösser-Tour 2019 des Alumni-Clubs der Charité in die Niederlausitz

Unsere inzwischen 10. Club-Reise zu Schlössern und Herrenhäusern im Land Brandenburg führte uns diesmal in die Niederlausitz. Diese Region gehörte vor dem Wiener Kongress 1815 zu Sachsen, der Einfluss sächsischer Baumeister an den besuchten Bauwerken ist noch heute erkennbar.

Das Interesse an unserem Ausflug war groß wie immer, so dass neben den 96 Teilnehmern in zwei Bussen weitere Interessenten auf einer Warteliste auf eine Mitreise hofften. Für einige ging diese Hoffnung auch in Erfüllung.

Ausgangspunkt war wie so oft die Zentrale Bushaltestelle am Alexanderplatz. 

Unseren ersten Aufenthalt nahmen wir im Park und Schloss Branitz. Dieses UNESCO Welterbe ist ein Gesamtkunstwerk des Generalleutnants, Landschaftsarchitekten, Schriftstellers und Weltreisenden Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Leider beeinträchtigte ein leichter Dauerregen die Besichtigung der Parkanlagen, weshalb nur der Westteil mit den beiden bekannten Pyramiden aufgesucht wurde. Im zur Barockzeit entstandenen Schloss, das Pückler um 1846 unter Beteiligung von Gottfried Semper umbauen ließ, führten uns Museumsmitarbeiter durch die früheren Privatgemächer des Fürsten. Schloss und Park befinden sich nach einer Restaurierung in den 1990er Jahren in hervorragendem Zustand.

In der Sängerstadt Finsterwalde besuchten wir das fabelhaft restaurierte und von der Stadtverwaltung genutzte imposante Schloss. Besonders beeindruckend ist das im Renaissancestil erhaltene Hinterschloss. Es wurde als eine Vierflügelanlage in den Jahren 1559 bis 1597 für die Herrschaften von Dieskau erbaut. Später wurde das Gebäude für unterschiedlichste Zwecke genutzt, u. a. als Tuchfabrik mit entsprechender Veränderung der Innenräume. Zwei Räume mit noch erhaltener alter Ausstattung bzw. Architektur konnten wir besichtigen.

Die letzte Station in Doberlug-Kirchhain machte uns mit der heute protestantischen Kirche und dem schönen Renaissanceschloss auf dem früheren Gelände des Zisterzienserklosters Dobrilugk bekannt. 

Das Kloster wurde Mitte des 16. Jahrhunderts säkularisiert und war danach in kursächsischem und Sachsen-Merseburger Besitz

Die Vierflügelanlage des Schlosses, anstelle des Abthauses in mehreren Etappen gebaut, wurde 1675 durch Christian von Sachsen- Merseburg vollendet. Später wieder in kursächsischer und ab 1815 in preußischer Hand nutzte man das Gebäude für verschiedene Ämter, sodass die Innenräume stark verändert wurden.  Während der DDR-Zeit diente es sogar als Armee-Kaserne.

Die ehemalige Zisterzienserkirche, spätere fürstliche Hofkirche, wurde um 1905 historisierend restauriert. Sie weist typische Merkmale aller Bauepochen auf und ist ein außergewöhnliches Baudenkmal.

Die gesamte Anlage mit Kirche, Refektorium und Schloss wurde bis 2014 hervorragend saniert.

Zum Abschluss wurden wir in der auf dem Gelände liegenden Klosterschänke sehr gut bewirtet. Gesättigt und mit dem Tag zufrieden ging es zurück nach Berlin. 

Schlösser-Tour 2018

Die Tour fand am 29. Mai 2018 bei herrlichstem Sonnenschein statt. Unser erstes Ziel war Wustrau. Hier wurden die Kirche und das am Südende des Ruppiner Sees gelegene  Herrenhaus besucht. Letzteres ließ der Husarengeneral Hans Joachim von Zieten im 18. Jahrhundert errichten.

Es folgte die Besichtigungen der Kirche und des Herrenhauses in Zernikow, wo der Dichter Achim von Arnim und sein Bruder bei der Großmutter Karoline Labes nach dem Tod ihrer Mutter aufwuchsen.  

Die nächsten Ziele waren Meseberg, Hoppenrade und Liebenberg. Das wunderbar sanierte Schloss Meseberg mit einem restaurierten Barockgarten, der sich bis zum Huwenowsee erstreckt, ist heute Gästehaus der Regierung. Deshalb konnte das Anwesen nur von Weitem betrachtet werden. Hoppenrade, bekannt durch Fontane, der über die dort lebende "Krautentochter" (Fünf Schlösser) berichtete, ist heute ein privates Wohnhaus. Die frühere Schloss-Kapelle, die sich in einem Seitenflügel befindet, und der Park waren zugängig. Im Restaurant des Schlosses Liebenberg gab es ein abschließendes Menü. Das  Wetter gestattete es, auf der Terrasse mit Blick in der weiten Park zu speisen.